Der Dichter spricht
In der Causa Hegemann schickt das FAZ-Feuilleton jetzt Durs Grünbein ins Feuer, um die Kartoffeln der eigenen journalistischen Autorität aus demselbigen zu holen. Als Träger des Pour le Merite, wenn auch nur zivil, kommt der einzigwahre Ernst-Jünger-Impersonator der deutschen Literatur diesem Ruf natürlich prompt nach. Mit einem ganz, ganz schreckichen Text. Und das jemand, der so offensichtlich selbst ein spät-hellenistischer Kommentator ist, jetzt das authentische Genie besingt – ähem. Nun ja. Nach Schädelbasislektionen fand ich seine Schreiberei sowieso nicht mehr besonders aufregend.

“Ob dabei die Handlungsorte aus der Netzliteratur oder dem Nibelungenlied stammen, das tritt wohl ganz vor dem zurück, dass jeder Satz und jeder Dialog durchatmet und durchströmt wird von der Inspiration einer großen Schöpferin.”
Hallelujua! Da verschlägt es einem doch die Sprache. Ich frage mich ganz ehrlich in welchen “Sphären ohne Raum und Atem” sich Herr Grünbein befand als er diesen Artikel verfasste.
Der Text ist wohl selbst ein Plagiat – auf der Basis eines Textes von Gottgried Benn über Rahel Sanzara.