Alles so schön GRÜN hier

Da wünsche ich mir letztens noch mehr solche Aktionen und dann wär es mal wieder fast an mir vorbei gegangen.

Der anfangs noch kahle Baum, den diese übergroße Leinwand ziert, wird durch Passanten, die die Straße überqueren immer grüner. Auf beiden Seiten der belebten, chinesischen Einkaufsstraße finden sich riesige Schwämme – getränkt mit einer umweltfreundlichen, wasserlöslichen grünen Farbe.

Die Kampagne der DDB Group China soll zeigen, dass Laufen der Umwelt besser tut als Auto fahren. Hoffentlich wirkt es!

via S.W.W.S.W


Wie du erkennst, dass manche Unternehmen Social Media nicht begriffen haben

Einige deiner Facebook-Freunde posten plötzlich denselben Link: ein Video, in dem einige englische Fußballfans das Training vom FC Bayer gate crashen und einer ein bisschen mitspielen darf. Jede, die keine Tomaten auf den Augen hat, sieht schon an der ersten Einstellung, dass es sich entweder um eine Adidas- oder eine Intersport-Werbung handelt. Da adidas Hauptsponsor und Mitbesitzer des FCB ist, gehst du mal von Kandidat A als Werbetreibendem aus. Leider haben es deine Freunde versäumt, in ihrem Posting zu erwähnen, dass sie wissen, dass es sich dabei nicht um eine Fan Guerilla-Aktion handelt, sondern um Werbung, die viral weitergereicht werden soll. Das berührt dich ziemlich unangenehm, denn du lässt dich nicht gerne verarschen. Und was hätte denn dagegen gesprochen, einfach zu sagen: “Guckt mal ihr, das haben wir gemacht und finden es ganz lustig. Falls es Euch auch gefällt, empfehle es doch bitte weiter!” Weiterempfohlen hätte ich den Link trotzdem nicht, schließlich ist das Filmchen sexistisch – und bewirbt einen der verlogensten Ausbeuter weit und breit.

Blöd ist halt nur, dass in dieses Internet jede einfach so rein schreiben kann, auch dass sie solche Aktionen doof, peinlich und unprofessionell findet.

Blogwatch – mal wieder über den “Tellerrand” geschaut

Es gibt Blogs die es schaffen regelmäßiger zu posten, als wir es hier tun und ein paar davon möchte ich gern vorstellen. Die folgenden Blogs sind nur eine Auswahl und auch nicht in einer bestimmten Reihenfolge aufgelistet.

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I (heart) Illustration

Anneke Krull lebt in Amsterdam und arbeitet dort als freie Artdirectorin. In ihrem Blog stellt sie verschiedenste Illustratoren vor und hat damit eine Art Nachschlagewerk geschaffen.

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fnart.org

Es geht viel um Mode, oft auch um Berlin, aber eben regelmäßig auch um Kunst. Ein Blick in den Vorgänger f&art lohnt sich. Mahret Kupka ist eine freie Journalistin und Bloggerin aus Berlin und in der “Szene” keine Unbekannte.

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Sweet Station

Diese Website, mit Sitz in New York, beschäftigt sich mit verschiedenen Themen aus dem Bereich Kunst bis Produktdesign. Die Ähnlichkeiten zu unserem Blog-Layout sind tatsächlich reiner Zufall. (-:

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BOOOOOOOM!

Eine klassische Mischung aus Kunst, Musik, Film und Foto. Vor allem die unendlich lange Friends-Liste lädt zum stundenlangen weiter gucken ein. Der Macher übrigens stammt aus Vancouver und heißt Jeff Hamada.

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Acidolatte

Angelo Bramanti sammelt hier alles was er zum Thema zeitgenössische Kunst findet und für wert hält veröffentlicht zu werden. Nicht alle Inhalte und Bilder sind jugendfrei, aber das hat Kunst ja häufig an sich.

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Hard Feelings

Dylan Haigh aus Portsmouth sammelt hier Künstler und Dinge die er gut findet, um sie ans Tageslicht des Internets zu “zerren”.

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Randbezirk

Gerald bloggt hier wunderschöne, von ihm selbst aufgenommene Fotografien. Die Intention ist nicht Kunst, sie ist …

FUCK ART

Weitere ernsthafte Arbeiten von Marc Johns >>

“Wasserlöslich, schadstoffrei, biologisch abbaubar”

Frei nach dem Motto: „Alles so schön bunt hier!“ gestalteten Künstler am Sonntag den Rosenthaler Platz in Berlin um. Passend zum frühsommerlichen Wetter erstrahlt der Platz in blau, pink, gelb und violett. Die unbekannten Aktivisten schütteten die Farbe einfach auf die Straße und der lebhafte Stadtverkehr regelte den Rest. Die Radfahrer, Autos und Fußgänger verteilten die Farbe zu einem bunten Streifengeflecht.

Angeblich wurde ein Zettel an einer Ampel hinterlassen, mit der Aufschrift: “Wasserlöslich, schadstoffrei, biologisch abbaubar”. Die Künstler kamen zudem ganz ökologisch-korrekt mit dem Fahrrad.

Da kein wirklicher Sachschaden entstand, da sich sowohl die Reifen und auch die Schuhsohlen problemlos abwaschen lassen: MEHR DAVON!


Beide Bilder Ambar Servin via BZ

FROHE OSTERN!

Augmented Reality – die Analog-Version

Ein Dialog zwischen meinem Neffen (5) und mir, anlässlich seines coolen Superhelden-T-Shirts.

Ich: Wow, das sieht super aus. Gibt’s den Captain Automatic auch in Echt? Oder nur als T-Shirt?

Neffe (5): Ähm, Superhelden gibt’s in Echt?!

Ich: Öh, ich mein’ so als Comic oder Film oder so?

Neffe (5): Aber das is’ doch nicht echt? Oder doch jetzt?

Ich: Na irgendwie schon, so in der Fantasie.

Neffe (5): Achso, Fantasie ist wie echt.

Und jetzt kommt’s: Captain Automatic ist eine Band – sagt jedenfalls MySpace. Und zwar hier. Also in Echt.

@ schafft es ins MoMA

Mit gebührendem Abstand möchten auch wir dem kleinen “@” zum Einzug in die Sammlung für Architektur und Design gratulieren! Gut gemacht kleines.

Wer mehr über die Geschichte des Zeichens und die Begründung für diese Ehrung erfahren möchte wird auf inside/out MoMA fündig. Und wie lautet eigentlich der deutsche Kosename?

Gesehen: Rocko liest Schamoni


Am Donnerstag war es soweit: NEIN! zum Echo und der Popmusik und JA! zu Rocko Schamoni und der Popliteratur.

Nach diversen Versuchen in der Vergangenheit, habe ich es zum ersten Mal zu “Rocko liest Schamoni” geschafft und gleichzeitig war dies mein erster Besuch an der Volksbühne. Beim betreten der Lesebühne war ich zu erst ein wenig irritiert – freie Platzwahl, aber wo waren die Stühle? Gibt es nicht, Digger! Hier “launcht” man auf (mittelgroßen) Sitzkissen, dafür hatte ich an einem Theater noch nie so viel Beinfreiheit.

Um ehrlich zu sein, der Anfang war wahnsinnig bemüht, aber zum Glück nur der. Die Stimmung entspannte sich bereits im ersten Teil, in dem Herr Schamoni hauptsächlich aus “Sternstunden der Bedeutungslosigkeit” liest, dem Buch über das ich hier auch schon geschrieben habe. In einem Artikel der nun in den Weiten des WWW und 2.0 rumfliegt. An einem Ort zu dem kein Link führt. Ich hoffe inständig es ist ein besserer Ort…

Zurück zum Thema. Nach einer Pause ging er über zu “Risiko des Ruhms” und beim lesen der Geschichte verfang er sich erst in einer freien Improvisation und danach in einem kurzen Lachkrampf. Beides schwer an der Grenze, aber immer noch sympathisch, so wie der Rest. Es folgte ganz obligatorisch (dies ist nicht abwertend gemeint) “Dorfpunks” und gipfelte in einem Auszug aus dem neuen Buch – eine Fortsetzung.

Unterbrochen von diversen Anrufen von Freunden (Hamburger-Jungs), die sich ganz schrecklich beim Echo langweilten, verabschiedete sich der Herr Autor in das Kreuzberger Nachtleben.

Aldder, beim nächsten Mal bin ich wieder dabei.

Everybody’s free…